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Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder, ML Die ML nach Vodder wird durch ein Verziehen der Haut mit wechselndem Druck durchgeführt. Durch fast drucklose, streichende, sanfte Handbewegungen kann man die gestaute Flüssigkeit und abgelagerte Gewebsschlacke ins Fließen bringen. Regelmäßig angewandt entsteht eine gesteigerte Abflussleistung der vorhandenen Lymphgefäße, gleichzeitig wird die Bildung neuer Lymphgefäße angeregt. Die Wirkung der ML ist nicht nur mechanisch zu verstehen. Über das vegetative Nervensystem erreicht sie Entspannung und Regeneration. Weiters wirkt sie hemmend auf die Schmerzrezeptoren und dadurch schmerzlindernd. Die ML hat positiven Einfluss auf die Muskelentspannung, stärkt das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an. Günstige Auswirkungen hat die ML daher auch auf den Darm bei Verstopfung. Eine erfolgreiche Manuelle Lymphdrainage bewirkt oft einen Harndrang noch während der Behandlung oder unmittelbar danach. Zudem kann sie zu einem intensiven Entspannungs- und Müdigkeitsgefühl führen!
Die Arterien führen auf dem Blutweg Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen. Die entstehenden Stoffwechselprodukte wie Kohlendioxyd u. A. werden vor allem über die Venen entsorgt. Der verbleibende Teil der Stoffwechselprodukte, das sind 2-4 Liter Wasser am Tag, Eiweiß, Reste abgestorbener Zellen, Bakterien, Viren und Fettsäuren aus dem Darm werden über die Lymphgefäße abtransportiert und als Lymphe, eine durchsichtige gelbliche Flüssigkeit, bezeichnet. Im Gewebe finden wir die Lymphkapillaren, mikroskopisch kleine Auffanggefäße welche die Lymphe aufnehmen. Die Lymphkapillaren werden in kleine Lymphbahnen, den Präkollektoren, gebündelt. Diese Präkollektoren sind bereits richtige Gefäße mit Muskelwänden, wo durch Anspannung die Lymphe aktiv weiter befördert wird. Die Lymphbahnen sammeln sich in noch größeren Lymphgefäßen, den Kollektoren, die mit Ventilen – Taschenklappen - ausgestattet sind, welche den Rückstrom der Lymphe verhindern. Die Lymphe gelangt letztlich hauptsächlich oberhalb des rechten Schlüsselbeines in die obere Hohlvene und so zum Herzen. Beim Lymphsystem handelt es sich um ein EINBAHNSYSTEM, welches die Lymphe von der Peripherie ins Zentrum transportiert. Lymphknoten Auf dem Weg von den Zellen bis zum Herzen finden sich im Verlauf der Lymphgefäße die Lymphknoten. Dies sind stecknadelkopf- bis bohnengroße Organe, die den Inhalt der Lymphe überprüfen und zerlegen können. In den Lymphknoten befinden sich weiße Blutkörperchen, die körperschädigende Substanzen erkennen und im Rahmen einer sich dann bildenden Entzündung unschädlich machen. Eine Entzündung merken wir oft als schmerzhafte Anschwellung und Rötung der Lymphknoten. Wichtige Lymphknotenstationen befinden sich in der Leiste und in der Achselhöhle, sowie im Bauchraum und in der Brust.
Ödeme sind Wasseransammlungen im Gewebe, die sich als sichtbare und tastbare Schwellungen zeigen. Der Abfluss der Lymphe durch die Lymphgefäße kann durch verschiedene Umstände vermindert sein, dann kommt es zu einem Rückstau im Arm, Bein oder Rumpf. Die Ursache kann entweder eine übermäßige Menge an lymphpflichtiger Last sein oder die Transportkapazität ist eingeschränkt. Ödeme unterscheidet man vor allem in: Primäre Lymphödeme Diese sind angeboren; hier finden wir ein zu gering ausgebautes Lymphsystem. Sekundäre Lymphödeme Sekundäre L. entstehen vor allem durch oder nach
Wirkung der manuellen Lymphdrainage bei Ödemen Mit der manuellen Lymphdrainage erreicht man eine
Ödemstadien Das Latenzstadium Im Anfangsstadium eines Lymphödems kann es vorkommen, dass Sie es nicht bemerken. Es kommt zu einer sehr geringen, unmerklich fortschreitenden Schwellung, an die man sich unter Umständen gewöhnt, da keine Schmerzen bestehen. Reversibles Ödem. Die Schwellung ist deutlich bemerkbar, sie ist weich und mit dem Finger leicht eindrückbar. Die Schwellung geht durch Hochlagern und Schonung spontan zurück. Stadium II Nicht reversibles Ödem. Spontaner Rückgang nicht möglich; Behandlung daher unbedingt notwendig. Es können Fibrosen, das ist eine Verhärtung der Haut durch bindegewebige Durchwachsung, auftreten. Die Haut ist nicht mehr weich eindrückbar. Die prall gespannte Haut wird oft als taub empfunden, eine stärkere Spannung kann jetzt Schmerz bereiten. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Stadium III Betroffene Gliedmaße werden unförmig verunstaltet, eventuell kommt es zu zusätzlicher Fettgewebswucherung: die Elephantiasis. Komplikationen des Lymphödems Ein Fortschreiten des Lymphödems und ein Auftreten entsprechender Komplikationen verhindert man nur durch fachgerechte Behandlung! Rotlauf = Erysipel Lymphangiosarkom
Wichtig ist, mit einer Behandlung möglichst schnell nach dem Erkennen der Problematik zu beginnen und sie exakt an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anzupassen. Für den Erfolg der Behandlung ist die Zusammenarbeit zwischen Arzt, Therapeut und Patient maßgeblich. Eine stationäre Behandlung in einer mehrwöchigen Kur ist oft sinnvoll. Die langfristige Weiterbehandlung erfolgt bei Ihrem Therapeuten. Behandelt wird mit der "Komplexe Physikalische Entstauungstherapie" = KPE
Die Behandlung muss umfassend sein! Eine ausschließliche Lymphdrainage ohne Kompressions-therapie führt ebenso wie eine ausschließliche Kompressionstherapie ohne Lymphdrainage zu Misserfolg! Die Bewegungstherapie und die Hautpflege unterstützen die Therapie und verhindern Verschlechterungen. Die Kompressionsbehandlung Solange eine Verbesserung des bestehenden Lymphödems angestrebt werden muss, sind Bandagen erforderlich. Erst nach Erreichen eines zufrieden stellenden Ergebnisses, ist - im Sinne einer Erhaltungsbehandlung - der Gummikompressionsstrumpf eine ausreichende Therapie. Zu Beginn der Behandlung sollten die Bandagen möglichst tagsüber und auch nachts getragen werden. So wird am ehesten ein schneller, auch für die weitere Behandlung motivierender Erfolg erreicht. Am besten wirken die Bandagen, wenn sich der Patient mit den Bandagen bewegt.
Bei bestimmten seltenen Formen von Übergewicht helfen keine Diäten. Oft handelt es sich dabei um ein nicht erkanntes LIPÖDEM. Typisch dafür sind die dicken Beine - " Reithosentyp"- obwohl der Oberkörper bis zur Taille schlank ist. Diese Umverteilung des Fettgewebes in die Beine betrifft nur Frauen, ist immer beidseitig angelegt. Die Anlage ist angeboren, meist von den Eltern her bekannt, öfter in der Kindheit manifest, im Erwachsenenalter zunehmend. Ursache des Lipödems ist eine Bindegewebsschwäche sowie große Fettläppchen, die die Lymphgefäße verdrängen. Es kommt zu einer spiralförmigen Schlängelung der ansonsten geraden Lymphgefäße mit dadurch verlangsamtem Lymphabfluss. Dadurch entwickeln Lipödem - Patientinnen oft zusätzlich ein Lymphödem. Wir sprechen vom Lipolymphödem mit zusätzlicher Schwellung des Vorfußes. Durch Einlagerung von Gewebswasser und später auch Eiweißen, die ihrerseits wieder wie ein Schwamm weiteres Wasser anziehen, entsteht ein Gefühl schwerer Beine und oft ausgeprägte Berührungs- / Druckschmerzhaftigkeit und Blutergüsse bereits nach kleinen Stößen; Bewegung wird dann oft zur quälenden Mühsal. Ein depressiver Rückzug kann die Folge sein. Dies ist keine Befindlichkeitsstörung, die sich einer Mode entzieht, sondern ein physisch-psychisches Leiden. Behandlung des Lipödems Hier ist ein schnelles Erfolgserlebnis wichtig, damit die Patientinnen schnell aus der Hoffnungs-losigkeit herauskommen. Zur Einleitung kann sich die stationäre Therapie, etwa eine Kur über drei Wochen, bewähren. Mit abschwellenden Infusionen, zweimal täglicher manueller Lymphdrainage, intensivem Bandagieren - tagsüber bei gleichzeitigem intensivem Gehen - gelingt es, das Eiweiß aus dem Bein zu pressen. Die weitere ambulante Behandlung erfordert neben ein bis zweimal wöchentlicher Lymphdrainage oder Behandlung mit dem Lympha-mat das Tragen von Bandagen oder Kompressionsstrümpfen. Ist ein zufrieden stellender Zustand erreicht worden, sind nur noch Gummistrümpfe oder Stützstrümpfe erforderlich, die Behandlungen können reduziert werden und beschränken sich auf die Erhaltung des Erreichten. Besprechen Sie dies mit Ihrem Therapeuten. Die Apparative Intermittierende Kompression ist eine sinnvolle Ergänzung zu ML und Kompressionstherapie, um einen Langzeiteffekt zu erreichen! Das Tragen von Kompressionsstrümpfen dient der Erhaltung des Erreichten. Ihre Qualität ist in den letzten Jahren wesentlich verbessert worden; die Farbpalette wurde erweitert, sie drücken weniger und schnüren nicht mehr ein. Silikonbänder geben guten Halt ohne Klebstoff. Gummistrümpfe und Bandagen werden über Nacht von den Patientinnen gut vertragen, so können die Beine tagsüber frei bleiben. In der modernen Therapie lymphatischer und venöser Erkrankungen ist die intermittierende Kompression seit Jahren fest integriert. Diese Behandlungsform wirkt auf die einzelnen Gewebeschichten und Gefäße. Die Wirksamkeit ist vielfach nachgewiesen und dokumentiert. Das Gewebe wird entstaut, der venöse und lymphatische Rückfluss nachhaltig gefördert, Stoffwechsel und Gasaustausch verbessert. Die Therapie mit dem Lympha-mat erfolgt derart, dass die betroffenen Körperteile (mehrere oder einzeln) mit Manschetten sanft umhüllt werden. Eine Luftpumpe erhöht den Druck der Manschette für kurze Zeit, lässt wieder los, pumpt aufs Neue auf … ein Behandlungszyklus dauert je nach Indikation bis zu 50 Minuten. Der beste Erfolg wird erzielt, wenn vor der apparativen Behandlung die Schlüsselstellen des Lymphsystems manuell „geöffnet“ werden. Dies geschieht mit sanften Griffen im Halsbereich. Die letzten Forschungsergebnisse setzten neue Maßstäbe in der pneumatischen Entstauungstherapie: das 3 Phasen – Gradient/Druckgefälle – System, welches auch bei unseren Geräten angewandt wird. Im menschlichen Körper lässt sich dieses Prinzip sehr deutlich anhand des Beines erklären: In stehender Position haben die unteren Körperteile den größten hydrostatischen Druck. Der Mensch ist durch sein tägliches Stehen, Sitzen und Gehen an diese natürlichen und zum Teil unterschiedlichen Druckunterschiede gewöhnt. Der in den einzelnen Luftkammern der Behandlungsmanschetten erzeugte Druck beträgt z. B am Bein: 100% vom Nennwert beim Fuß und verringert sich Richtung Hüfte auf 80 bzw. 60%. Alle Kammern bleiben gefüllt bis die letzte den gewünschten Behandlungsdruck erreicht. Danach entweicht aus allen Kammern gleichzeitig die Luft. Nach einer kurzen Pause beginnt der Aufpumpzyklus erneut. Indikationen:
Die Entwicklung verläuft in drei Stufen. In der ersten Stufe erkennt man Cellulite, wenn man die Haut an den betroffenen Stellen mit beiden Händen zusammenschiebt. Die typische Orangen-Struktur wird dadurch sichtbar. Im zweiten Stadium ist sie bereits bei Seitenlicht oder unter Muskelanspannung zu erkennen. Im dritten Stadium ist die Cellulite nicht mehr zu übersehen. Der Arzt bezeichnet die oft sehr schmerzhafte Cellulite als Lipödem. Behandlung von Cellulite:
Während das Herz das Blut über die Schlagadern kräftig in die Organe, Muskeln und Haut pumpt, saugt es das venöse Blut nur schwach an. Insbesondere ist die Saugkraft des Herzens unzureichend, um das Blut aus dem unteren Beinbereich gegen die Schwerkraft heraufzubefördern. Daher haben wir eine zusätzliche Pumpfunktion in den Beinen. Wadenvenen - Muskelpumpe Die wichtigste Muskelpumpe ist die "Wadenmuskelpumpe" der Unterschenkelmuskulatur. Durch das Zusammenspiel von Pulsation der Schlagadern – die Venen in den Unterschenkeln liegen an den Arterien -, Druck der Muskeln auf die Venen und einem Ventilsystem wird das Blut aus den Beinen zum Herzen hinauf gepumpt. Venenklappen sind feine Ventile, die den Rückfluss des Blutes mit der Schwerkraft verhindern. Bei jedem Schritt pressen die Muskeln die Venen, drücken das Blut nach oben. Jeder Gesunde hat es schon erlebt: nach langem Stehen oder Sitzen hat man schwere Beine, die sich nach wenigen Schritten bereits wieder leichter anfühlen. Krampfadern Entstehen wenn die oberflächlich gelegenen Venen keine intakten Klappen besitzen, sei es – selten - von Geburt an, sei es erworben durch eine Bindegewebsschwäche mit zunehmender Veränderung der Venenklappen oder mit einer Ausweitung der Venen, so dass die Venenklappen nicht mehr schließen. Wird das Blut nicht mehr über die Wadenmuskelpumpe nach oben befördert, kommt es zum Stau, der die Venen überlastet; es entsteht eine weitere Ausweitung der oberflächlichen Venen: Krampfadern. Ursachen von Krampfadern
Besenreiserkrampfadern So bezeichnet man sehr feine, in der obersten Hautschicht verlaufende bläulich-rötliche Äderchen, die sich oft fächerartig ausbreiten. Wann ist eine Behandlung angezeigt? Grundlegend ist zu beachten, dass Venenerkrankungen zunehmend fortschreiten. Eine Behandlung ist spätestens notwendig, wenn die Venen zu Beschwerden führen. Sind Krampfadern in Ihrer Familie „üblich“? Finden Sie sich in obiger Liste? Sie gehören zu einer Risikogruppe! Durch entsprechende Vorsorge wie regelmäßige Behandlung mit Lympha-mat und Lymphdrainage können Sie das Risiko minimieren. Behandlungsmethoden Häkelnadelmethode Seitenastkrampfadern werden heutzutage mit sogenannten "minimal invasiven" Techniken entfernt. Die feinen Einstiche werden oft nicht mehrt genäht sondern mit feinen Streifen zugeklebt. Es sind langfristig kaum Narben sichtbar. Strippingoperation Ist eine Möglichkeit, lange, gerade gestreckte Krampfadernanteile (z.B. von der Leiste bis unterhalb des Kniegelenkes) in einem Stück zu entfernen. Verödung Eine Behandlungsform, die sich besonders für kleinere Krampfadern eignet. Insbesondere eignet sich die Verödung zum Behandeln von netzförmigen retikulären Krampfadern und von Besenreisern. Die Kompression muss einen bestimmten Druck auf das Bein ausüben. Je größer das Leiden, umso größer sollte der Druck sein: vom leichten Stützstrumpf über den medizinischen Gummikompressionsstrumpf bis zur Bandage. Wie wirkt die Kompression? Die Kompression verengt die ausgeweiteten Venen, so dass das Blut besser und schneller zum Herzen zurückfließt. Wir unterscheiden zwischen der Therapiephase und Erhaltungsphase. Mit der Erhaltungsphase wollen wir den zufrieden stellenden Zustand längerfristig beibehalten. Hier bietet der Lympha-mat eine sehr gute Unterstützung in der Behandlung. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt den Zeitpunkt der Anwendung. Tipps bei Venenleiden
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